Februar 1, 2004 – 12:00 am
Heute, also am 23. April, ist der Welttag des Buches. Zum Anlass dieses Tages hat mein ÖPNV Anbieter die Verkehrs-AG Nürnberg (VAG) die Aktion “Fahrbuch, BookCrossing mit der VAG” gestartet.
Es wurden Flyer in U- und Straßenbahnen ausgelegt, die das Konzept von BookCrossing vorstellen und es sind auch gleich zwei passende Lesezeichen dabei, damit kann man eigene Bücher freilassen. Außerdem sollen 200 von der Stiftung Lesen gespendete Bücher freigelassen werden. Im Moment sind bei BookCrossing allerdings nur 40 Bücher für Nürnberg registriert.
||break||
Was ist BookCrossing überhaupt?
Die Idee vom BookCrossing wurde im Frühling 2001 in Amerika geboren und beinhaltet das „Freilassen“ von Büchern „in die Wildnis“, um dann ihre Reise zu verfolgen. www.bookcrossing.com ist die Website, die das ermöglicht. Dort melden sich pro Tag über 300 neue Mitglieder an, Tendenz steigend. Bislang zählt die BookCrosser-Gemein-de bereits rund 230.000 Mitglieder, jeden Alters sowie unterschiedlichster Herkunft. BookCrossing ist ein globales Phänomen mit Teilnehmern aus über 130 Ländern – von der Arktis bis nach Simbabwe.
Und so funktioniert es: BookCrosser registrieren ihre Bücher unter www.bookcrossing.com, so dass jedes Buch eine eigene BCID (BoookCrossingIDnumber) hat. Damit wird das Buch gekennzeichnet. Anhand dieser Nummer kann derjenige, der ein frei gelassenes Buch findet, im Internet nachvollziehen, welchen Weg das Schriftstück bereits zurückgelegt hat. Darüber hinaus kann dort ein Austausch über das Buch stattfinden. Wer ein Buch gelesen hat, lässt es wieder frei. Deutschsprachige Hilfe und die unterschiedlichsten Informationen zum Thema stellt www.bookcrossers.de bereit.
Quelle: VAG
–> Deutsche Seite zum BookCrossing
–> BookCrossing: Freie Bücher in Nürnberg
–> Pressemeldung der VAG
Februar 1, 2004 – 12:00 am
War spät gestern…
Wer Hessisches Fernsehen empfangen kann, sollte mal die Late Lounge anschauen. Sie ist mein akzeptabler Ersatz für die Harald Schmidt Show, wenn ich mir jetzt um 23 Uhr langweilig ist wird sie angemacht. Roberto Cappelluti und Michael Herl machen dabei ein ganz unterschiedliches Programm, das von Talk über Serien wie Pan Tau bis zum “Heimkino” geht.
“Heimkino” ist überhaupt das beste; am 7. Mai wird das betreutes Fernsehen mit Bastian Pastewka angeboten. Dabei kann man abstimmen, welchen Film man sich zusammen mit den Gastgebern anschauen will.
–> Die Webseite von LateLounge leider nur mit dem IE anschaubar.
—> Late Lounge Log (RSS)
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Ist das herunterladen von Filmen und Musik aus Tauschbörsen oder anderen Quellen im Internet eigentlich illegal? Joerg-Olaf Schaefers hat dazu in der Newsgruppe de.org.ccc eine Zusammenfassung geschrieben. Sein Fazit ist: Nein.
||break||
From: Joerg-Olaf Schaefers
Newsgroups: de.org.ccc
Subject: Re: Re: IFPI-Klagen: Hausdurchsuchungen - also doch !!!
Date: Fri, 9 Apr 2004 20:47:10 0200
Message-ID: <4ju21lsxjzd3.dlg@usenet.fx3.org>
[...]
Und noch einmal: Fuer alle Nicht-Software (ohne GPL-Lizenz, o.ae. ...)
ist das "Saugen" (!Anbieten) bzw. erstellen von privaten Vervielfaelti-
gungsstuecken von urheberrechtlich geschuetzten Werken nach derzeitiger
Rechtslage gerade nicht illegal. Fuer den "Sauger" ist es voellig uner-
heblich, ob der Anbieter eine passende Verwertungs-/Verbreitungslizenz
hat (Gilt nebenbei auch fuer allofmp3.com).
Ausnahme: _Offensichtlich_ rechtswidrig erstellte Vorlage des Anbieters.
Da allerdings nur in den seltensten Faellen _offensichtlich_ sein duerf-
te, dass der Tauschpartner/Anbieter seine Vorlage rechtswidrig erstellt
hat (ST0L3N_W0RKPR|N7_PR34IR_SCR33N0R!!!!.AVI) ist dieser Nebensatz im
§ 53 UrhG letztendlich auch weit weniger wert, als die Rechteindustrie
den Konsumenten gerne und massiv verbreitet:
Gesetzbuch zu ... und alle Fragen offen
Peter Mühlbauer 23.09.2003
Teil 1: "Aus Tauschbörsen dürfen keine legalen Kopien angefertigt
werden" (http://www.heise.de/tp/deutsch/special/copy/15690/1.html)
Marc Störing vertritt bei Spiegel Online die gleiche Position:
--snip-- http://www.spiegel.de/netzwelt/politik/0,1518,293329,00.html
[..]
Auch beim Filesharing lässt die Rechtslage den Musikfans Spielräume.
Zwar gilt der Upload als eindeutig rechtswidrig. Den Download aus
P2P-Börsen im Visier, fügte der Bundesrat in letzter Sekunde auf Drängen
der Industrie die Regelung ein, dass "eine offensichtlich rechtswidrig
hergestellte Vorlage" nicht mehr zur Kopieanfertigung verwendet werden
darf.
Die Formulierung erweist sich als Fehlgriff.
Ein "rechtswidriges Herstellen" hat mit späterem Tauschen nichts zu tun.
Wenn wirklich das Herstellen der Vorlage gemeint ist, bleibt unklar, wie
es Nutzern beim Download neuer Musik "offensichtlich" sein soll, dass
der Uploader zuvor irgendeinen Kopierschutz umgehen musste.
Doch auch wenn die verunglückte Formulierung gegen den Wortlaut zur
"rechtswidrig angebotenen" Vorlage umgedeutet wird, bleibt die Frage, ob
das für den Nutzer "offensichtlich" ist. "Eher nicht" lautet das wohl
mehrheitliche Urteil der Juristen. Die Vorschrift sei schlicht zu
unbestimmt.
Fazit: Wer nur saugt, hat gute Karten, sein Handeln als legal bewertet
zu sehen. Probleme bekommen dagegen die Uploader - und gegen die richtet
die Musikindustrie zunächst ihre Klagen.
[..]
--snip--
[...]
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Kostenlose & Legale Musik im Netz
In der c't 6/2004 wurden Seiten im Netz vorgestellt, bei denen man
legal und kostenlos Musik bekommt; da ist zwar wahrscheinlich nicht die Nummer eins
irgendwelcher Charts dabei, wenn man allerdings etwas offen bei
der Bandauswahl ist, kann man sicher die eine oder andere Musik die dem
persönlichen Geschmack trifft finden (bei manchen Seiten kann sich aber
auch jeder Künstler/Band registrieren, dann muss man unter Umständen
länger suchen).
||break||
Februar 1, 2004 – 12:00 am
“Nicht das private Kopieren von MP3 Dateien schadet Künstlern,
sondern eine dekadente Musikindustrie, die den Absprung ins IT-Zeitalter
nicht geschafft hat, daher immer lauter noch dem Staat und Repression
schreit und Kunst nicht als Kulturgut sondern als Ware sieht. Nun wird
gegen P2P-Nutzer auch in Deutschland geklagt. Und nicht etwa, weil die
Umsätze sinken, sondern weil man den Hals nicht voll genug bekommt. Nach
der ersten Klagewelle ruft der CCC nun zum Boykott auf.” von q/depesche
||break||
CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
Nach der Klage der IFPI gegen einzelne Tauschbörsennutzer fordert der Chaos
Computer Club zum Boykott der von der IFPI vertretenen Musikverlage auf.
Die Branche solle nicht den Nutzern die Schuld geben, wenn sie selber den
Beginn des Informationszeitalters verschlafen und es versäumt hat, ihr
Geschäftsmodell an die digitale Welt anzupassen.
Informationsfreiheit ist kein Verbrechen
Der CCC hält die Klagen des Bundesverband Phono / der IFPI für stark
zweifelhaft. Es kann nicht sein, dass die Musikindustrie ihre Ziele dadurch
erreicht, in dem sie eine massive Panik vor immensen
Schadensersatzforderungen schürt. Solche sind in Deutschland auch gar nicht
durchsetzbar. Es geht vielmehr darum, die Nutzer von Tauschbörsen
einzuschüchtern. Dies zeigt sich auch bei der Kampagne der Gesellschaft zur
Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) “Raubkopierer sind
Verbrecher”. Auch hier werden bewusst juristische Falschaussagen über die
Strafbarkeit von Urheberrechtsverletzungen gestreut, um den Tauschbörsen
das Wasser abzugraben.
Das Urheberrecht ist kein Naturrecht, sondern ein Ausgleich dafür, dass
der Urheber sein Werk der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. In erster
Linie ist das Urheberrecht hierbei ein Ausfluß des Persönlichkeitsrechtes.
Auch die wirtschaftlichen Verwertungsrechte werden dem Urheber zur
Sicherung seiner wirtschaftlichen Existenz verliehen. Hierbei bestehen
jedoch immanente Schranken. So darf das Werk für die private Verwendung
frei kopiert werden. Diese auch als “fair use” bezeichnete Begrenzung ist
eine Ausprägung der Informationsfreiheit und somit ein Grundrecht.
[...] So fragt sich ein Clubmitglied zu Recht: “Soll jetzt die Bevölkerung
kriminalisiert werden, weil der Markt es nicht schafft, das Angebot für die
Nachfrage zu liefern? Gesetzliche Sicherheit gegen Marktversagen auf Kosten
der Freiheit? Wie kommt es, dass man mit Klingeltönen mehr Geld macht als
mit Musik?” [...]
–> Alles und mehr dazu beim CCC
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Ich war gestern im Kino, in der Passion Christ. Man hat ja jede Menge darüber gehört, aber ich habe das Gefühl, das diejenigen die am meisten darüber geredet haben den Film nicht gesehen haben.
Der Film ist hart und grausam. Aber die Geschichte hat sich Mel Gibson ja nicht ausgedacht; das Drehbuch existiert schon ziemlich lange.
Und das Erkennungssymbol der Christen (wahrscheinlich nicht ohne Grund) ist das Kreuz; ich glaube der moderne Mensch sieht es oft gar nicht mehr als Tötungswerkzeug, sondern einfach nur als Schmuck an. Und um sich seine Bedeutung bewusst zu machen ist der Film auf jeden Fall sehr gut geeignet.
Man wird die Kernaussagen der Bibel nicht verstehen, wenn man nur diesen Film anschaut. Wenn man sie nicht kennt wird man auch die Rückblenden nicht einordnen können. Aber diesen Anspruch hat der Film auch gar nicht. Wer den Film verstehen will, sollte mindestens ein Evangelium komplett lesen.
Auf jeden Fall sind die Antisemitismus Vorwürfe an den Haaren herbeigezogen, es gibt böse und gute Juden (einer davon hängt am Schluss am Kreuz), sogar im Hohen Rat gibt es Kritiker. Und es gibt auch gute und böse Römer (aber die haben sich glaube ich gar nicht angegriffen gefühlt).
–> Die Bibel in 16 Sprachen, einfach über den Gastzugang reinschauen.
–> Bibelseiten hier soll man kostenlos eine Bibel und weitere Bücher bestellen können
–>
Die Passion Christi bei nikodemus.net
–> Filmkritik von Stefano Picco
–> Die Film Homepage
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Hab ja schonmal gesagt, dass es mir nicht unbedingt behagt, dass jeder meine FOAF Daten anschauen kann.
Aber jetzt habe ich gesehen, dass man auch den Personenkreis der Leser einschränken kann. Das geht zum Beispiel indem man seine FOAF Datei mit PGP verschlüsselt.
Es ist auch beschrieben, dass man nur einen Teil der Informationen verschlüsseln kann. Dabei setzt man in der “Hauptdatei” einen Link mittels rdfs:seeAlso auf die verschlüsselte Datei.
Mit diesem rdfs:seeAlso müsste es auch möglich sein eine weitere Klarttext FOAF Datei z.B. mit .htaccess vor unberechtigtem anschauen zu schützen (falls ich es richtig verstanden habe).
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Ich bin gerade über eine
Art MP3 Downloadservice namens “Potatoe-System” gstolpert, der seit ein paar Tagen am deutschen Markt ist und ein sehr interessantes Konzept hat. Bin mir nur nicht sicher, ob ich es erklären kann
Der Kern des Systems ist, dass man im Potato-System MP3s kaufen kann und diese dann auch weitergeben darf (im Rahmen der “Privatkopie” an Freunde, Familie, etc.).
Der erste Inhalteanbieter ist dorfdisco.de (aus Berlin).
Hab das ganze mal ausprobiert und mir von Kesseteens, Chicka Chicka runtergeladen (für 1,20 EUR). Klingt ganz gut. Und wenn ihr jetzt auf den Link klickt und kauft bekomm ich 20%
Mehr Infos zu Kesseteens, aber nehmt meinen Verkaufslink!
Das ist ein Tel der Selbstdarstellung:
“Im Potato-System können Konsumenten sich die Musik ungehindert herunterladen. Der Kaufanreiz besteht darin, dass angemeldete Nutzer automatisch mit der Bezahlung außerdem das Recht erhalten, am Vertrieb des Musikstücks mitzuverdienen.”
und
“MP3-Download auf Bezahltbasis, bei der alle Beteiligten (Abrechnung/Künstler/Käufer) zu gleichen Teilen profitieren. Jeder MP3-Käufer erhält durch den Kauf das Weitervertriebsrecht (Re-selling) für seinen eigenen, legalen Download innerhalb des Potato-Systems.”
Insgesamt ist das System ehr für kleinere und mittlere Produzenten und Künstler gedacht. Aber die können so ihre Musik zum Kaufen anbieten und der Käufer bekommt eine große Auswahl. Im Moment ist das System noch auf dorfdisco.de beschränkt, aber ab April soll es für alle geöffnet werden.
–> So funktioniert das System
–> Die FAQ
–> Die Regeln
–> MP3s kaufen bei dorfdisco.de
–> Bei Heise bin ich drauf gestoßen
Februar 1, 2004 – 12:00 am
Nachdem Uli von den Tagesthemen gestern abend zum 500.000sten Eintrag gratuliert hat, muss ich die Wikipedia auch mal vorstellen.
Sie ist eine freie Enzyklopädie (eine Enzyklopädie ist praktisch ein Lexikon
bei der alle Nutzer selber Dinge neu eintragen oder berichtigen können (Wiki-Konzept).
Nach einem Schlagwort in Wikipedia suchen:
“Los” findet genau das Wort, “Suche” macht eine Volltextsuche (falls diese nicht deaktiviert ist).
—> Deutsches Wikipedia
—> Alle Wikipedias
Februar 1, 2004 – 12:00 am
… und dir die Worte fehlen
—> Fluch-O-Mat